PA66 - Akulon 66

Polyamid gewonnen aus der Polymerisation von Hexamethylenediammina und Adipiksäure. Es ist eines der ersten Polymere, das in den U.S.A im Jahre 1930 entdeckt wurde. Aus diesem Grund ist es in den U.S.A. und in Großbritannien das am häufigsten eingesetzte Polyamid. Im Vergleich zu PA6 ist es härter, zäher und spröder. Es wird bevorzugt gegenüber PA6 wegen seiner höheren Steifheit bei gleichzeitiger Abnahme der Kerbschlagzähigkeit. Es läßt sich mit CNC-Automaten gut verarbeiten.

EIGENSCHAFTEN

  • Abriebfestigkeit auch bei höheren Belastungen.
  • Selbstschmierend: der Reibungskoeffizient ist niedrig und im allgemeinen erfordert die Gleitbewegung keine Schmierung.
  • Zähigkeit, hohe Reiß- und Druckfestigkeit. Die Härte ist höher als bei PA6.
  • Spannende Bearbeitung mit CNC-Automaten wird durch den kurzen Span und die höhere Steifheit erleichtert.
  • Alterungs- und wetterbeständig.

MANGEL

  • Es ist hygroskopisch; es nimmt gegenüber PA6 zu einem niedrigeren %-Satz Feuchtigkeit auf, dadurch verändern sich bei PA66 die mechanischen Eigenschaften und die Abmessungen.

ANWENDUNGEN

  • Mechanische: dank seiner im Vergleich zu PA6 höheren Steifheit wird PA66 in der Maschinenindustrie für Zahnräder, Nocken, Seilrollen, abriebfeste Zuführungselemente, Scheiben und andere mechanische Teile eingesetzt. Es wird wie Akulon GX bei der automatischen Bearbeitung bevorzugt
  • Lebensmittel: in einigen Fällen ist es für die Berührung mit Lebensmittel geeignet
  • Elektrische: die durch die Feuchtigkeitsaufnahme eintretende Veränderung der elektrischen Eigenschaften schränkt seinen Gebrauch auf
  • Chemische: es ist beständig gegen Alkali, anorganische Verbindungen und Lösungsmittel

E-MODUL IM BIEGEVERSUCH (STEIFHEIT) VON POLYAMIDEN

Diagramma perdita di peso

Das Diagramm vergleicht den E-Modul im Biegeversuch von Polyamiden, d.h. ihre Steifheit. Je größer der Wert ist, desto steifer das Material.

Gelb: konditionierten Prüfkörpern
Grau: trockenen Prüfkörpern